Historische Getreideernte in Maihingen
Schnitterfest in Maihingen
Wer einmal „live“ erleben will, wie in Zeiten ohne Mähdrescher eine Getreideernte vor sich ging, sollte am Sonntag, 4. August, ins Rieser Bauernmuseum nach Maihingen kommen:
Von 13.30 Uhr bis 17 Uhr findet im Rieser Bauernmuseum Maihingen das Schnitterfest statt. Vorführungen zeigen eindrucksvoll, wie früher eine Getreideernte ablief. Im Außenbereich des Bezirksmuseums sind der Gartenbauverein Maihingen-Utzwingen und Mitarbeiter des Museums mit Gaukel und Dreschflegel, Bindemäher und Breitdrescher zu Gange. Unterstützt werden sie von Oldtimer-Traktoren, darunter der berühmte Lanz-Bulldog.
Der Nachmittag beginnt mit der Handmahd eines Getreidefeldes, dem Garbenbinden und Aufstellen zu „Mandln". Den technischen Fortschritt demonstriert der Mähbinder, der fertige Garben liefert. Sie werden auf einen hölzernen Leiterwagen geladen und in den Museumshof gefahren, wo gedroschen wird. Die abgeernteten Flächen werden am späten Nachmittag mit einem historischen Pflug geackert, der von einem Lanz gezogen wird. Zwischendrin stehen Auftritte der Original Riasr Goißlschnalzr auf dem Programm.
Für Kinder stehen eigene Aktionsmöglichkeiten bereit. So dürfen sie ihre Geschicklichkeit und ihr Taktgefühl beim Dreschen mit speziell angefertigten kleinen Flegeln ausprobieren. Das Dreschgut können die kleinen Besucher in einer Putzmühle reinigen und in einer steinernen Handmühle mahlen. Beim Pflügen und beim Drehen von Seegrasbändern dürfen sie mit Hand anlegen. Das in Bergen anfallende Stroh liefert zahlreiche Spielmöglichkeiten. So basteln sie unter Anleitung Strohfiguren.
Auch ein Abstecher zur benachbarten Klostermühle bietet sich an, wo ab 14 Uhr ein Blick auf die originalen Mahlgänge möglich ist. Im angegliederten Mühlenmuseum wird mit einer 100 Jahre alten Ölmühle und ihrem mächtigen Kollergang das Zermahlen von ölhaltigen Früchten vorgeführt.
Das Rieser Bauernmuseum mit seinen beiden Gebäuden und den Sonderausstellungen "Griffel, Füller, Tintenkiller. Volksschulen im ländlichen Bayern 1945-1970" sowie "Die Welt in Schulwandbildern" sind bereits ab 10 Uhr geöffnet. Zwischendurch können sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen sowie herzhaften Brotzeiten stärken.

